UMWELT

Erstmals Grenzwerte für PFAS im Wasser

Langlebige Chemikalien, sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), gelten als ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Sie sind extrem stabil, bauen sich kaum ab und können sich in Umwelt und menschlichem Körper anreichern. Deshalb werden die Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser in Deutschland verschärft.

Ab dem 12. Januar 2026 treten neue Trinkwasserregeln in Kraft. Diese sehen unter anderem deutlich strengere Grenzwerte für PFAS-Stoffe vor. Ziel ist es, die Belastung des Trinkwassers zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung besser zu schützen.

Forschende fordern jedoch weitergehende Maßnahmen: Neben strengeren Grenzwerten müsse auch die Verwendung von PFAS eingeschränkt werden, da die Chemikalien in zahlreichen Alltagsprodukten vorkommen und langfristig Risiken bergen.

Was sind PFAS genau – und wie kann man sich schützen? Die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ finden sich unter anderem in beschichteten Pfannen, Outdoor-Kleidung, Verpackungen und Löschschäumen. Fachleute empfehlen, PFAS-haltige Produkte möglichst zu meiden und auf PFAS-freie Alternativen zu setzen.

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Deutschland wird verschärft. Ab dem 12. Januar 2026 sind Wasserversorger verpflichtet, neue und strengere Grenzwerte für PFAS einzuhalten. Bei PFAS handelt es sich um per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe von mehreren tausend langlebigen Industriechemikalien, die als besonders umwelt- und gesundheitsschädlich gelten.

PFAS sind extrem stabil, bauen sich kaum ab und werden in zahlreichen Alltagsprodukten eingesetzt – unter anderem in Kosmetika, beschichtetem Kochgeschirr und Textilien. Über industrielle Prozesse und den Verbrauch gelangen sie in die Umwelt und können schließlich ins Trinkwasser eindringen.

PFAS stellen nicht nur ein erhebliches Umweltproblem dar, sondern auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Die Chemikalien reichern sich in Böden, Gewässern sowie im Körper von Menschen und Tieren an. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass PFAS unter anderem das Immunsystem schwächen und das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen erhöhen können.